Südfrankreich 2023 – Tag 3

Da ich genug Zeit habe, möchte ich später den Col de la Bonette wieder einmal von Süden her anfahren. Also geht die Fahrt nun erst einmal generell nach Osten. Und da auf dieser Strecke noch der Mont Ventoux dazwischenliegt, erhoffte ich mir eine kleine Abkühlung mit Aussicht auf der Spitze des Berges. Einmal mehr top Strassen, was natürlich damit zu tun hat, dass hier auch gelegentlich die Tour de France hochführt. Die Sicht ist leider etwas trüb, aber trotzdem atemberaubend. Und dank der Höhe von 1910m wirklich auch etwas kühler. Wieder unten angekommen führte die Fahrt dann kurze Zeit später dem Fluss L’Ouvèze und später dem Jabron entlang.

Da die Zeit schon etwas fortgeschritten war, entschied ich mich in Sisteron für eine Nacht niederzulassen. Im Hotel Le Patio de Sophie durfte ich ein hübsches Zimmer beziehen. Das Nachtessen in der Pizzeria war nicht gerade erwähnenswert… Frei nach dem Motto: „Hauptsache Hunger und Durst gestillt“. Mehr aber auch nicht. Die Stadt wäre ein Spaziergang wert gewesen, allerdings hatte ich um 22:00 nicht mehr wirklich Lust auf einen Stadtrundgang.

Südfrankreich 2003 – Tag 2

Der Tag startet, wie er starten muss: Mit einem ausgiebigen Frühstück und wie bereits beim Abendessen wieder mit top Aussicht 🤩
Die erste Strecke führte mich über den Col de Saisies vorbei am Skigebiet „Les Saisies“. Wieder weiter unten führte die Strasse dem Fluss Doron entlang bis nach Albertville wo ich auf einem Parkplatz im Schatten grosser Bäume etwas Pause machte. Dies hätte allerdings fast zu einem Unglück geführt: Die Frau welche neben mir parkierte, stieg telefonierend in Ihr Auto und drehte beim Ausparken ab. 3cm vor meinem Seitenkoffer stellte Sie dann leicht erschreckt fest, dass da noch ein Motorrad steht… Das hielt sie allerdings nicht davon ab, weiter zu telefonieren.

Von dort aus ging die Fahrt dann Richtung Chambéry und südwestlich durch den schattigen Naturpark von Chartreuse. Kurvig, noch eine Spur wärmer und wie immer kein Verkehr.

Endziel diesen Tag war die Auberge la Plaine – Ein absolutes Highlight! Auf jeden Fall einen Besuch wert. Wie immer fragte ich zuerst einmal auf französisch, ob noch ein Zimmer frei sei. Nach der Frage woher ich komme (Suisse allemande) kam im breitesten berndeutsch die Frage, woher denn genau? Okay, das kam sehr überraschend!
Nachdem ich ein hübsches Zimmer beziehen konnte, gab’s eine willkommene Abkühlung im Pool. Das Nachtessen konnte ich im wunderschönen Innenhof der Auberge geniessen

Südfrankreich 2023 – Tag 1

Super Wetter, Töff bereit, Kleider an – doch das Navi hat die Karten der Schweiz und Frankreich „vergessen“. Also Kleider nochmals ab, zurück an den PC und die Karten nochmals neu installiert… Auch wenn ich keine Tourenplanung mache, etwas unpraktisch ohne Karten…

Bald ging es dann aber los, wie gewohnt direkt via A1/A12 bis nach St. Triphon. Die Anfahrt war zügig, wenig Verkehr – aber fast eine Spur zu warm… Nun geht es endlich über die Grenze in Richtung Abondance. Nördlich von Bonnevaux findet sich der Col du Grand Taillet welcher verkehrsfrei erklommen wird. Anschliessend geht es via Morzine weiter in Richtung Süden. Nach einer etwas längeren Start-Etappe dann oberhalb von Cordon im Chalet Hotel Les Rhodos einen Nachtplatz mit tollem Panorama gefunden.

Beim Nachtessen konnte ich den Ausblick auf das im Abendrot gefärbtem Mont-Blanc-Massiv geniessen.

Morgen geht es dann weiter Richtung Süden. Wohin genau weiss ich allerdings noch nicht… Mal schauen welche Wegweiser spannend tönen 😄

2023 Heissluftballon-Alpenüberquerung

Nach 3 1/2 Jahren warten war es endlich soweit:
Das Wetter stimmte und die Reise mit dem Heissluftballon von Slow-Fly vom Toggenburg über die Alpen nach Italien konnte beginnen!

Um 9:00 traf sich das ganze Team (Ballon-Pilot, Funker, 4 Gäste und das Nachfahrteam mit 2 Personen).

Nach einer ersten Info und dem Verlad vom Gepäck führte uns dann die Fahrt nach Ebnat-Kappel, wo sich unser Start-Platz befand. Nach einer kurzen Wind-Kontrolle wurde dann das ganze Equipment ausgeladen und der Ballon vorbereitet

Bereits schon kurz nach dem zügigen Aufstieg kam der Bodensee und auf der anderen Seite der Zürichsee ins Blickfeld. Der Wind führte uns in Richtung vom Alpstein-Gebiet wo auch der Säntis schnell näher kam. Da wir für die Fahrt gegen Süden in Höhen aufsteigen in denen der Sauerstoff deutlich knapper wird, wurden bald einmal Nasenbrillen verteilt, welche uns den fehlenden Sauerstoff ab Flasche zuführten.

Auf der Rückseite vom Alpstein-Gebirge, vorbei am Skigebiet Pizol kam bald einmal Davos in Sichtweite. Perfekter Blick auf das Skigebiet um das Weissfluhjoch und auf das markante Alpen-Hotel (Goldenes Ei). Danke einem zügigen Wind verging nur ein kurzer Moment und der Nationalpark tauchte vor unserem Ballon auf.

Weiter in Richtung Flüehlapass konnten wir bald im Westen den Flugplatz Samedan erspähen. Am Boden waren starke Winde die den Schnee verwehen auszumachen, auch wir waren mit über 100km/h schnell unterwegs. Gegen Osten sahen wir sogar kurz ins Vinschgau (Mals / Tartsch).

Auch die Lombardei bot uns einiges: Nach der Vorbeifahrt am Adamello Gletscher zeigte sich die Nordseite vom Gardasee. Im Hintergrund ist sogar in den französischen Alpen in rund 370km Entfernung der markante Cime de la Bonette (2860m) sichtbar! Das Mittelmeer ist aber leider unter einer Nebeldecke versteckt, welche sich allgemein gegen Süden immer dichter gestaltet. Also dort, wo auch später unsere Landung geplant war. Nach Rücksprache mit der Flugüberwachung Mailand wurde uns aber eine Sichtweite von 2.5km bestätigt.

Die Alpen haben wir mittlerweile hinter uns gelassen. Nun folgt die Heimat des Valpolicella – riesige Reb-Flächen. Eine Landung bei Wind könnte hier teuer zu stehen kommen 🙂 Das Absinken beginnt und wir tauchen ab durch die Nebeldecke.

Nach dem Absinken galt es dann, den definitiven Landeplatz zu suchen. Flach, ohne Hindernisse und nicht unbedingt ein Acker sollte es sein (die Hülle mit viel Weiss-Flächen hat weniger als 20h auf dem Buckel und soll weiterhin am Himmel strahlen). Ein solcher wurde dann nach einigem Schweben gefunden und zur Landung angesetzt. Nach dem ersten Absetzen wurde dann der Ballon schwebend zu einem abgeernteten Maisfeld gezogen, wo er endgültig abgesetzt wurde. Unsere Alpen-Überquerung war so nach 290km und gut 4h definitiv beendet.

Das Ablegen der Ballonhülle brauchte dann nochmals etwas Kraft (bei unserer Skibekleidung und den Temperaturen eine leicht schweisstreibende Arbeit). Die Hülle wurde unter Anleitung zusammengefaltet und eingepackt. Der Korb wieder aufgestellt und soweit möglich für den Abtransport vorbereitet.

Unser Nachfolge-Team hatte eine etwas weitere Route zu fahren und traf dann gut 2h nach unserer Landung ein. Schnell war alles Equipment aufgeladen und der Weg zum Ristorante Trattoria Isetta hinter uns gebracht, wo uns als Abschluss ein super leckeres Nachtessen in einer gemütlichen Runde erwartete. Praktischerweise konnten wir auch gleich dort übernachten.

Nach einem ausgiebigen Frühstück führte uns dann Urs sicher zurück zum Treffpunkt, wo wir dann 7 1/2 später eintrafen.

An dieser Stelle ein riesen Dank an Urs von Slow-Fly & seiner Crew, welche uns diese unvergessliche Tour ermöglichte. Wird sicher nicht meine letzte Fahrt gewesen sein!

Eckdaten zu unserer Fahrt:

  • Start: 11:03 in Ebnat-Kappel
  • Strecke 290km
  • Max. Höhe: 5058m
  • Max. Geschwindigkeit: 102km/h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 71.6km/h
  • Landung: 15:07 in Orgiano

PS: Auch bei Slow-Fly gibt es einen tollen Bericht über unsere Reise.

Weitere Schritte

Es gibt noch viel zu tun:

  • Hydrant muss sandgestrahlt werden, damit allfälliger Rost behandelt und der Hydrant zum neu lackieren vorbereitet werden kann
  • Einbau von 2 Ventilen im Hydrant unter dem Deckel mit neuen 3/4″ Anschlüssen in den beiden Seitenabgängen
  • Abbau des bisherigen Wasserhahn und Neuerstellung von Verteilung im Technikraum
  • Erstellen eines kleinen Verteilschachtes gegenüber vom Technikraum im Rasen. Deckel soll mit Rasen bedeckt sein, damit er optisch nicht auffällt.
  • Rohre für Rasenbewässerung, Blumenbeet, Blumenband bei Garage vom Verteilschacht verlegen
  • Installation von verschiedenen Flächen- und Tropfbewässerungen sowie einer Wassersteckdose im unteren Bereich ab Verteilschacht
  • Erstellen eines Servicedeckels (Linke Seite Technikraum)
  • Installation Bewässerungsteuerung

Schalung für Deckel erstellen

Damit der Hydrant stabil montiert werden kann, muss für den Lichtschacht ein Betondeckel angefertigt werden. Direkt in die Form werden Rohre einbetoniert, durch welche später der Hydrant festgeschraubt werden kann. Ebenso in der Mitte ein grosses Loch für die Wasserzuführung

Sockel Solardusche

Graben ausheben, Rohr verlegen und Sockel für Solar-Dusche betonieren

Zwischenziel erreich, die neue Dusche kann durch einen unterirdisch geführten Schlauch mit Wasser versorgt werden

Unterirdischer Technikraum

Für die Technik (Haupthahn, Verteilung für verschiedene Leitungen, Bewässerungssteuerung) wird ein Lichtschacht-Element eingebaut. Das bisherige Rohr welches den Weg unterquert, wird neu in den Technikraum geführt