Südfrankreich 2026 – Tag 5

Bereits steht der letzte Tag meiner Reise an. Nach einem riesigen Frühstücksbuffet (definitiv das Umfangreichste der ganzen Reise) mit allen erdenklichen leckeren Sachen gings dann nach dem üblichen Checkout und Pack-Prozedere wieder los.
Mit dem Col de Montets (1461m) war dann auch der letzte Pass in Frankreich überfahren. Nach dem Grenzübergang führte die Fahrt über den Col de la Forclaz (1527m) hinunter nach Martiny. Da ich keine Lust hatte, direkt über die Autobahn nach Hause zu fahren, entschied ich mich wieder über das Oberwallis in Richtung Furkapass (2429m) zu fahren. Oben angekommen nochmals ein Blick zurück und dann weiter in Richtung Andermatt. Und wenn man schon da ist, kann man ja auch gleich einen Halt an der Schöllenenschlucht machen.
Die Fahrt hinunter auf der Hauptstrasse in Richtung Schattdorf war im Gegensatz zur Autobahn Richtung Süden stau- und fast verkehrsfrei. Auf Grund der aktuellen Zeit hätte mich im Grossraum Zürich wohl der Freitag-Feierabendstau erwartet. Aber praktischerweise gibt’s ja noch den Klausenpass (1948m) welcher durchs Glarnerland vorbei am Zürichsee führt. Die letzte Strecke führte mich dann über das Tösstal in Richtung Endziel. Noch kurz einen Halt auf dem Kistenpass (475m) bevor ich dann wenige Minuten später das Motorrad wieder zu Hause mit 1822km mehr auf dem Zähler abstellen konnte.

Südfrankreich 2026 – Tag 4


Tag 4 und somit Zeit um wieder in Richtung Norden zu fahren. Der übliche erste Blick aus dem Fenster zeigte erneut blauen Himmel und Sonne. Nach einem einfachen aber ebenfalls leckeren Frühstück wurde dann das Motorrad reisefertig gemacht und ausgecheckt. Die Fahrt durch das Ubaye Tal war dann schattenbedingt noch etwas frisch. Vorbei an einem ausgebrannten Radar (2019 wurden wegen neuer Tempolimiten rund 60% der Radarkasten zerstört – auch 2026 scheinen sie – *warumauchimmer* – immer noch unbeliebt zu sein 🙂 ). Bald kam dann auch die Sonne über die Bergflanken, was die Reise wieder angenehmer machte. Nach rund 20min ging es dann mit den ersten Pässen los. Col du Vars (2108m) wie immer mit vielen Velofahrern. Auf der Fahrt nach unten wurde ich dann das erste Mal fotografiert: Auf den grösseren Pässen gibt es jeweils Fotografen welche Fotos von den durchfahrenden Fahrzeugen machen. Diese werden dann auf ihrer Homepage publiziert und können gegen ein Entgelt ohne Wasserzeichen gekauft werden. Beim Refugium von Napoleon aus dem Jahr 1852 kurz ein Fotohalt gemacht. Heute hatte ich ausnahmsweise mal die Pässe im Navi einprogrammiert. Allerdings wollte mich dann das Navi über Italien führen, was ich generell wenn möglich vermeide. So landete ich auf dem Col de Montgenèvre (1854m) wo ich das letzte Mal ein schönes Hotel mit Pool besuchte. Die kurvige Strecke wieder nach unten und weiter in Richtung Col du Lautaret (2058m) – einem meiner persönlichen Highlights. Die Anfahrt von Süden her offenbart einen wunderschönen Blick auf den La Mejie, einen 3983m hohen Berg mit dem Etançon-Gletscher. Den schönsten Punkt um ein eindrucksvolles Foto zu schiessen habe ich allerdings wieder verpasst, daher gibt’s „nur“ Fotos von der Passhöhe. Vom Parkplatz her über die Strasse ist bereits das nächste Schild zum Col du Galibier (2642m) sichtbar. Die Landschaft ist höhenbedingt karg, aber die kurvenreiche Strasse ist perfekt um Spass zu haben. Auch hier wieder viele Velofahrer und auf der Fahrt nach unten wieder ein Fotograf am Strassenrand. Weiter über den Col du Télégraphe (1566m) zum kleinen Col de la Madeleine (1746). Da gab’s dann nicht ganz so einen schönen Ausblick wie vom grossen Col de la Madelaine (1993m mit einem sensationellen Blick auf das Mont-Blanc Gebirge).
Nun ging es in die Höhe: Mit dem Col de l’Iseran (2764m) stand dann die Auffahrt zum höchsten Gebirgspass über die Alpen an. Weit über der Baumgrenze wurde dann die Temperatur auch wieder merklich kälter. Oben angekommen stand schnell fest: Fotos schiessen und schnell weiter. Der sehr kalte und starke Wind war in der Sommerjacke sehr unangenehm.
Die Fahrt führte dann weiter durch das riesige Skigebiet von Val d’Isère. Beeindruckend, von oben herab das Gebiet zu sehen. Nach der Durchfahrt durch das Dorf tauchte dann der Lac du Chevril auf. Ein Stausee welcher wie aktuell viele Seen einen sehr tiefen Wasserstand hatte. Auf einem kleinen Parkplatz ein Stop gemacht und von der „La Dame du Lac“ noch schnell ein Foto geschossen.
Damit ich im letzten Tag nicht zu viele km fahren muss, lag mein Tagesziel im Raum Chamonix-Mont-Blanc. Das angefahrene Hotel „Chalet Hôtel & Spa Jeu de Paume“ etwas ausserhalb von Chamonix-Mont-Blanc war dann mein Tagesziel. Wegen der langen Route kam ich etwas knapp an, die Zeit reichte dann aber noch für einen Saunabesuch und einem entspannenden Bad im Whirlpool. Unglücklicherweise war an diesem Abend die Küche geschlossen, daher musste ich dann wohl oder übel nochmals zurück nach Chamonix. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und meiner Motorradkleidung gab’s dann im McDonalds etwas in den Magen.

Südfrankreich 2026 – Tag 3

Guten Morgen Bresson! Okay, die Aussicht war jetzt nicht gerade gross, aber das wichtigste war sofort sichtbar: Blauer Himmel und Sonne.
Nach der üblichen Morgenroutine den Ess-Saal aufgesucht und dort ein leckeres Frühstück eingenommen.
Die heutige Route wird entspannt. Da ich mehr oder weniger in der Rhone-Ebene nach Süden fahre, ist mit einer ruhigen Strecke zu rechnen. Dafür ein weitläufiger Blick auf die Alpen im Osten , welche ich dann auf der Rückreise überquere. Wie bereits an den ersten beiden Tagen gibt es sehr wenig Verkehr, was die Sache gleich noch angenehmer macht.
Bei der Fahrt konnte ich dann doch noch einen leichten Umweg machen und so noch ein paar Pässe überqueren:
– Col du Fau (899m)
– Col de la Croix-Haute (1179m)
– Col du Labouret (1240m)
– Col de Maure (1346m)
– Col Saint-Jean (1333m)
– Col de Restefond (2680m)
In Jausiers angekommen war noch genug Zeit, um kurz einen Abstecher auf den Col de la Bonette (2715m) zu machen. Die Strecke war frei, allerdings seit dem letzten Besuch 2023 in deutlich schlechterem Zustand (die Bodenwellen in Kombination mit dem Tempo führten teils zu kleineren Adrenalin-Ausstössen welche sich aber mehr oder weniger noch im akzeptablen Rahmen befanden…).
Oben angekommen wurde ich von einer traumhaften Aussicht und einem äusserst frischen Wind erwartet. Die Wanderung auf den Gipfel liess ich dann mangels Zeit und der Temperatur aus, auch wenn sich der Aufstieg wirklich lohnt. Bei der Fahrt nach unten wurde es dann dank der luftdurchlässigen Sommerbekleidung schnell wieder wärmer.
In Jausiers angekommen, steuerte ich das erste Hotel an, welches aber bereits ausgebucht war. Also im mir bereits bekannten Hotel Bel’Air angefragt, dort gibt es noch ein freies Zimmer. Das Motorrad auf dem Parkplatz dahinter zu den rund 15 weiteren Motorräder gestellt und das Gepäck im Zimmer verstaut. Vom letzten Besuch wusste ich, dass das Nachtessen zwar gut, aber auch nicht viel mehr war. Also ein Spaziergang in den Dorfkern gemacht und dort im Garten der Pizzeria eine leckere Pizza genossen. Erstaunlich, dass es um diese Zeit auf 1250m noch unerwartet warm war (Die Sonne geht wegen der steilen Berge links und rechts relativ früh unter).
Das Tagesziel hatte ich damit erreicht: Der Besuch auf dem Col de la Bonette – dem 4. höchsten Pass über die Alpen. Leider hatte ich wegen dem Abstecher zu Beginn etwas zu viel Zeit verloren, so dass ich den Pass nicht von der wunderschönen Südrampe her anfahren konnte.

Südfrankreich 2026 – Tag 2

Der erste Morgen in Frankreich startete mit einer Überraschung. Ein Blick aus dem Fenster zeigte Les Gets in dichtem Nebel! Kontrolle der Wetter-App: Es sollte eigentlich ein sonniger Tag werden…
Also erst einmal das grosszügige und leckere Frühstücksbuffet aufgesucht. Nachher zurück ins Zimmer und alles gepackt. Und siehe da, der Nebel ist weg und Les Gets erstrahlt in schönster Morgensonne mit blauem Himmel. Perfekt!
Der Tank meldete bereits wieder Bedarf nach Benzin an, also in Bonneville nach einer Tankstelle Ausschau gehalten. Auf dem Navi dann entdeckt, dass ein Tal weg in Richtung Süden führt. Dort war ich noch nie, also los…
Der erste Pass „Col de Châtillon“ (741m) war schnell überfahren, dann weiter zum Col des Aravis (1486m). Dort ein kurzer Fotostopp um das wunderbare Panorama zu geniessen. Die Strecke führte dann weiter zum „Col du Frêne“ (950m) „Col des Prés“ (1135m). Eine eher ruhige Fahrt aber mit sehr schöner Landschaft. Auf dem Weg immer mal wieder Wegweiser zu irgendwelchen Pässen gesehen. Da ich aber weiter in den Süden wollte, musste ich diese wohl oder übel ignorieren. Mal schauen, vielleicht besuche ich die dann bei der nächsten Tour.
Am späteren Nachmittag folgte wieder die notwendige Suche nach einem Hotel. Die Auswahl im ungefähren Zielgebiet war nicht so gross. Hab dann aber in Bresson doch ein Hotel gefunden, welches ich dann als Ziel setzte. Beim Hotel Chavant angekommen, wurde ich äusserst freundlich Empfangen. Irgendwie war ich dann kurz verwirrt . Das Hotel war etwas nobler als ich es im Kopf hatte (bis jetzt nicht sicher ob ich das falsche Hotel angefahren habe oder ob ich die Beschreibung nicht genau geprüft hatte). Das Hotel gibt es offensichtlich seit 1852, so war auch der Stil. Aber ich war jetzt da, also einchecken. Das Hotel machte mich dann darauf aufmerksam, das in der Region in der letzten Zeit Motorräder geklaut wurden. So durfte ich das Motorrad netterweise via Hintereingang im rückwärtigen Gartenbereich parken.
Beim Zimmer erwartete mich dann die nächste Überraschung: Schon lange nicht mehr so viele Tapeten in einem Hotelzimmer angetroffen 🙂 Aber sehr grosszügig und sauber.
Das Nachtessen war auf Gault Millau Niveau. Hervorragend angerichtet und geschmacklich wieder top! Also wieder ein perfekter Tagesabschluss.

Südfrankreich 2026 – Tag 1

Alles bereit: Motorrad gepackt, Wetter passt -> es geht los!
Erstes Ziel ist wie immer Troistorrents. Nach einem ersten Tankstop in Kölliken und drei weiteren kurzen Stops in Fillistorf und dem Rastplatz Gruyère und in Perti (Oberhalb Montreux) kam dann schon bald der Grenzübergang.
Das zweite Ziel war dann, bis zum Tagesende so weit wie möglich gegen Süden zu fahren. Bereits war auch schon bald der erste Pass „Col du Corbier“ hinter mir. In L’Abbaye stoppte mich dann die Ruine der alten Abtei „Aulps“ welche leicht erhöht und gut sichtbar vor dem Dorf auf einer Anhöhe stand. Kurz eine Schlaufe, ein paar Fotos und dann gleich noch einen Stopp um meinen Getränkevorrat aufzustocken.
Da es bereits gegen das Ende des ersten Tages ging, suchte ich mir auch die erste Unterkunft. Die Booking-App half, so konnte ich in Les Gets das Hotel Alpina mit einem Wellnessbereich ausfindig machen. Also weiter dorthin um nach einem freien Zimmer zu fragen (die App dient mir nur zur Suche, gebucht wird immer vor Ort). Glück gehabt, es hat noch ein Zimmer. Also alles Gepäck ins Zimmer verstaut, das Motorrad in der Garage geparkt und die Badehose montiert. Im schönen Wellnessbereich standen dann ein Whirlpool, ein normaler Pool und eine Erlebnisdusche zur Auswahl. Das Hamam lief leider aus technischen Gründen nicht. Egal, der Aufenthalt hat sich trotzdem gelohnt.
Zurück in’s Zimmer und umziehen für das Nachtessen. Das gebotene Menu war optisch und geschmacklich top! Das Hotel also definitiv eine Empfehlung wert!

Südfrankreich 2023 – Zusammenfassung

Die Südfrankreich-Tour 2023 führte mich wieder an viele schöne Orte und über viele tolle Pässe. Am Ende zeigte der km-Zähler satte 2148km an.

Auch das Schlüssel-Problem konnte gelöst werden, nun befindet sich unter meinem Sattel ein Reparatur-Kit mit Ersatzschlüssel. So kann ich zukünftig auch unterwegs ein abgebrochener Schlüssel ersetzen.

Freue mich auf die nächste Tour. Wann auch immer und wo auch immer (Südfrankreich ist IMMER eine gute Wahl 😉 )

Südfrankreich 2023 – Tag 6

Die Reise neigt sich dem Ende zu. Nach einem ausgiebigen Frühstück das letzte Mal gepackt und in Richtung Chamonix-Mont-Blanc losgefahren. Auf Grund von Bauarbeiten jedoch zuerst einmal in einem riesen Stau gelandet…

Nach dem Stau ging die Fahrt dann aber erstmal ohne Stau und mit wenig Verkehr weiter über die Forclaz nach Martigny und weiter Richtung Oberwallis. Ein kurzer Abkühl- und Tankhalt im Obergoms und dann weiter die Furka hoch. Ein kurzer Blick zurück ins Wallis und dann hinunter in Richtung Innerschweiz. Leider nicht ganz unerwartet stockte dann der Verkehr in Altdorf und so gab es dann wegen dem Feierabend-Verkehr nur stockendes Vorwärtskommen. Eigentlich wollte ich via Autobahn nach Hause, doch bis Winterthur wurden bereits mehrere Staus gemeldet. Um die Fahrt staufreier zu gestalten entschied ich mich für die Route via Schwyz, Rothenturm, über den Seedamm in Richtung Zürcher Oberland. Zumindest bis kurz vor Rapperswil klappte der Plan, dann ging wieder nichts. Eingang Rapperswil war aber die rechte Spur frei, also ab in Richtung Ricken und via Wattwil – Wil und über die Autobahn zurück.

Kurz vor 19:00 nach einer traumhaften aber etwas heissen und 2148km langen Tour gesund und leicht müde zu Hause angekommen.

Südfrankreich 2023 – Tag 5

Einmal mehr Sonnenschein am Morgen, doch unüblich frisch. Zuerst einmal ein reichhaltiges Frühstück alleine genossen (das Hotel hatte noch 3 Tage offen und es gab praktisch keine Gäste mehr). Tasche packen, auschecken und das Motorrad packen.

Und dann ein Déja-Vu wie ich es bereits 2009 hatte: Beim Öffnen des Seitenkoffers brach der Schlüssel ab! Auf die Fluchwörter die kurz durch die leere Tiefgarage hallten, gehe ich nicht weiter ein… Zum Glück konnte ich mit dem abgebrochenen Schlüssel den Seitenkoffer wieder abschliessen – so war sichergestellt das der Koffer sicher mit dem Motorrad verbunden war. Allerdings hatte ich ab diesem Zeitpunkt auf meine Seitenkoffer keinen Zugriff mehr. Das Topcase war noch offen, was jedoch das kleinere Übel war. Also Planänderung: Statt die Tour wie geplant zu starten erst einmal ein Spanngurt kaufen (ironischerweise war ein Spannset von 2009 im Seitenkoffer…). Nachdem das Topcase sicher zugebunden war, sicherheitshalber noch ein Besuch beim lokalen Schlüsseldienst mit der Hoffnung, dass der abgebrochene Teil aus dem Schloss geholt und ein neuer Schlüssel gefräst werden kann. Dieser musste aber aus dem gleichen Grund wie sein Berufskollege 2009 kapitulieren.

Die Tour führte dann sanft ansteigend dem Fluss Guisane in nordwestliche Richtung bis zum Col du Lautaret wo mich eine grandiose Bergkulisse erwartete. Kurzer Halt bevor es direkt von dort auf den Col du Galibier weiter geht. In mehreren Kurven gab es hier dann diverse Fotografen, welche von allem was sich auf der Strasse bewegt, Fotos machen und diese dann gegen ein Entgelt verkaufen. Der Aufstieg kurz und steil, die Abfahrt mit langezogen Kurven und mit tollem Panorama. Kurz nach Valloire geht es bereits über den Col du Telégraphe etwas in die Höhe.

Weiter Richtung Norden in Richtung Albertville, vorbei an grossen Skigebieten bis Les Houches, wo ich gerade noch das letzte Zimmer ergattern konnte. Zum Glück, so konnte ich im Hotel-Spa noch kurz eine Abkühlung im Pool geniessen. Auch konnte mir die nette Dame am Empfang mein Schuhproblem lösen. Wegen des Schlüsselproblems waren meine Abend-Schuhe im Koffer eingesperrt. Und ich hatte keine Lust, am Abend in meinen Töff-Stiefeln im Restaurant zu sitzen…

Südfrankreich 2023 – Tag 4

Nach einer reichhaltigen Stärkung packte ich meine Sachen, holte mein Motorrad vom öffentlichen Parkplatz und dann ging es auch schon los.

Der erste Teil der Route führte weiter nach Osten, vorbei am schönen Lac di Castillon bis nach La Courbaisse im Val de Tinnée.

Und dann war es soweit: Ich konnte die langgezogene und tolle Süd-Auffahrt durch das Val de Tinnée bis auf den Col de la Bonnette in Angriff nehmen. Oben angekommen erwartete mich ein grandioser Ausblick zurück auf die gefahrene Strecke. Das Wetter war super, mit dem wehenden Lüftchen auch durchaus angenehm kühl, so entschied ich mich im Sinne einer Ausnahme das Motorrad stehen zu lassen und mich auf die rund 60m höher gelegenen Spitze zu begeben. Die Aussicht von unten war schon beeindrucken – oben natürlich noch mehr. Ein wunderschönes 360° Panorama!

Da es oben keine Übernachtungsmöglichkeit gibt, blieb mir nichts anderes übrig, als den Pass wieder zu verlassen. Also durch die etwas kürzere und steilere, aber nicht weniger spannende Nord-Rampe hinunter nach Jausiers. Nach diesem Highlight gab es erst einmal eine süsse Verpflegung.

Frisch gestärkt führte meine Route weiter durch das Ubaye-Tal in Richtung Norden. Als Abschluss erwartete mich nochmals ein kurviger Aufstieg bis nach Montgènevre, am Fusse des Skigebietes „La Voie Lactee“ (Milchstrasse), welches sich mit rund 400km Piste von Frankreich bis Italien erstreckt.

Im Hotel angekommen noch schnell einen Blick auf die letzten Sonnenstrahlen und das Panorama geworfen und mich dann für einen Aufenthalt im hoteleigenen Spa bereit gemacht. Herrlich entspannend wenn man einen solchen Tag auf diese Art abschliessen kann. Das Nachtessen verbrachte ich für einmal nicht alleine. Vor dem Spa traf ich am Empfang einen Schweizer Motorradfahrer, welcher ebenfalls alleine und ohne konkrete Ziele unterwegs war. So wurde es ein kurzweiliger Abend unter Gleichgesinnten.