Tag 4 – Fort William – Marrishadder

Heute haben wir unseren ersten Regentag eingezogen.

Beim ersten Ziel dem Glenfinnan Viadukt (Bekannt aus Harry Potter) und dem gleichnamigen Monument (welches aber gerade zu Sanierungszwecken eingerüstet war), begann es zu regnen. Unsere neuen Regenkleider haben sich aber bestens bewährt! Ohne Regen wäre aber zum Fotografieren trotzdem besser. Aber lassen wir uns überraschen…

Nach rund einer Stunde Autofahrt durch abgelegene Gegenden sind wir pünktlich in Mallaig am Hafen angekommen. Ticket für die Überfahrt gelöst und das Auto in die Warteschlange gestellt. Der Regen war noch immer recht intensiv, was uns im Auto aber nicht gross störte – wie sich die beiden französischen Motorradfahrer neben uns gefühlt haben wissen wir allerdings nicht. Die Überfahrt nach Armadale verlief trotz Wind und Regen relativ ruhig. Ein neues Problem auf Fähren scheinen aber die Alarmanlagen der Autos zu sein. In unregelmässigen Abständen heulten irgendwelche Autos 🙂

In Armadale auf der Insel Skye angekommen, hiess unser nächstes Ziel „Old Man of Storr“, einer 48m hohen Felsnadel in Form eines Hinkelsteins, welche auf rund 670m Höhe steht. Bereits beim Eintreffen verschlechterte sich die Sicht auf den Old Man. Wir hofften auf schnelle Besserung und machten uns auf den Weg. Wie immer gut beschildert und ordentlich ausgebaut führte uns der Weg zügig in die Höhe. Allerdings konnten wir im oberen Teil zusehen, wie die Wolken den Blick auf unser Ziel immer mehr  versperrten. Schweren Herzens mussten wir dann den Versuch abbrechen – wir hätten wohl nicht mal eindeutig unser Ziel in den Wolken erkannt…

Die Fahrt führte uns weiter der Küste entlang, bis wir erneut auf ein Schild aufmerksam wurden. Lealt Falls – ein von der Steil abfallenden Küste zurückversetzter Wasserfall. Vom Parkplatz aus führte ein kleiner Weg an den Rand der Klippen – ein wunderschöner Ausblick erwartete uns. Der Wasserfall selber war zwar allerdings etwas weiter weg, war aber trotzdem schön anzusehen.

Maggishadder. Ziel unserer Tagestour. Kurzum: Am Arsch der Welt und noch 5km weiter. Das Beschreibt relativ gut die Lage der Unterkunft. Allerdings sind wir uns nicht ganz sicher ob das wirklich das Ende der Welt ist – immerhin hat sich eine Google Street View – Kamera an diesen Ort veriirt. Der Fahrer musste wohl den Weg auch zurück wieder gefunden haben, die Bilder sind auf jeden Fall online 🙂

Für das Nachtessen gab’s eigentlich nur Möglichkeiten. Im nächsten Dorf (ca. 5km) in einem Multifunktionsgebäude (Dorfladen / Touristenbüro / Gemeindesaal / Motel) oder rund 35km weiter. Die Entscheidung fiel zu Gunsten des Weges. So hatten wir dafür nachher Zeit, dem lokalen Strand (Staffin Beach) noch einen Besuch abzustatten. Als der Regen wieder einsetzte, war dann der Tag für uns auch zu Ende.

Etwas ungewohnt war, wie lange es am Abend noch hell war. Man merkt hier, wie weit man im Norden ist.